Faschingsgesellschaft „Hallo Wach“

Am 5. Februar 1965 berief Karl Schabert eine Versammlung zur Gründung einer Faschingsgesellschaft zum Herrenwirt ein. Der Einladung folgten 21 für den Fasching aufgeschlossene Damen und Herren.

Nach Aussprache mit den Mitgliedern erhielt die junge Faschingsgesellschaft den Namen

„Hallo Wach“.

Die erste Vorstandschaft setzte sich wie folgt zusammen:

Präsident und I. Vorsitzender: Karl Schabert,

II. Vorsitzender: Helmut Kuchler,

Kassier: Robert Röger,

Schriftführer: Konrad Gallen-müller

In den Ausschuß wurden Adolf Kimmel, Albert Schnell und Peter Röger gewählt. Die Hauptaufgabe der „Hallo Wach“ ist, den Donaualtheimer Fasching zu beleben. Am Faschingsdienstag, den 27.02.1968, konnte der erste Faschingsumzug mit Prinzenpaar veranstaltet werden.

Es waren:

Prinz Adi I. von Altheim (Adalbert Harlacher) und Prinzessin Thilde I. von Altheim (Mathilde Brandl).

Die 25 Wagen, Örtliche Geschehnisse darstellend, gaben dem Faschingsumzug, der auch von ausgezeichnetem Wetter begleitet war, ein festliches Ansehen. Die Musikkapelle Max Weber spielte bei diesem fröhlichen Ereignis mit. Das Prinzenpaar wurde von dem Dienstknecht der Mühle (Josef Bernhard) in einer von 2 Pferden gezogenen Kutsche gefahren. Die Route des Zuges ging um den „Stock“ und endete beim Herrenwirt. Dort erhielten alle Kinder 1 Wurst, 1 Semmel und 1 Getränk. Ein kleines Prinzenpaar wurde in einem von 2 Ponys gezogenen Wagen mitgeführt. Freude war für alle da. Auch der abendliche Kehraus mit Staatsbegräbnis war ein Erfolg.

Das Faschingsprinzenpaar für 1969 war:

Prinz Vinzenz I. (Vinzenz Baurschmid) und Prinzessin Marlene I. (Marlene Kliem).

Ein kleines Prinzenpaar wurde ebenfalls aufgestellt:

Der Donaualtheimer Musiker Bayer Hubert schuf einen Schunkelwalzer für die „Hallo Wach“:

Auf Hallo Wach heut schunkeln wir, bis hier der Laden kracht.

Auf Hallo Wach heut tanzen wir, solang der Fasching lacht.

Freunde, heut wollen wir lustig sein,

Herr Wirt, schenk ein, schenk ein,

die Sorgen, sie sollen vergessen sein,

und alles stimmt mit ein. (Kehrreim)

Für den Fasching 1969 wurde erstmals eine Prinzengarde, 6 junge Damen, aufgestellt, die das Prinzenpaar durch den Fasching begleiteten, Prinzenpaar und Garde wirkten auch an vielen auswärtigen Bällen mit. Der Faschingsumzug am 18.2.1969 war wieder ein großer Erfolg. Bei gutem Wetter konnte der Umzug mit 21 Wagen abgehalten werden. Die Kapelle Weber spielte. Wie im Vorjahr wurden die Kinder bewirtet und abends war großer Kehraus beim Herrenwirt. (Anmerkung: Humor ist auch eine Gottesgabe.)

Für die Faschingssaison 1970 wurde als Prinzenpaar bestellt:

Ihre Lieblichkeit Prinzessin Gudrun I. (Gudrun Kliem) und Prinz Michael I. (Michael Mayer).

Der Auftakt war der nun schon zur Tradition gewordene Hofball der „Hallo Wach“ beim Herrenwirt. Nach den Klängen des Hoch- und Deutschmeistermarsches zeigten 8 Gardistinnen ihr Können. Johann Winter amtierte mit vielen Späßen als Hofmarschall zur Freude aller. Die Kapelle Max Weber spielte auf dem gut besuchten Hofball. Ihr neuer Name ist nun The Men“. Die Ordensverleihungen brachten viel Spaß.

Der Faschingsumzug am Faschingsdienstag, den 10. 2. 1970, begann bei Schneegestöber. 19 Wagen mit vielerlei Darstellungen gaben dem Zug ein farbenfrohes Gepräge. Die Verantwortlichen hatten sich wieder alle Mühe gegeben mit ihren Helfern. Die Musikkapelle Donauklang, Kapelle von Kicklingen und der Spielmannszug aus Dillingen spielten fleißig auf ihren Wagen. Das Prinzenpaar aus Dischingen mit Elferrat fuhr auch mit. Die Kinder erhielten wieder eine kleine Bewirtung, was viel Freude unter den kleinen Leuten hervorrief. Beim Kehraus war der Saal der Faschingshochburg Herrenwirt wieder gut gefüllt. Um 12 Uhr begann das Staatsbegräbnis. Das Prinzenpaar mit Garde hatte dieses Jahr an 14, zum größten Teil auswärtigen Bällen teilgenommen.

Für die Faschingssaison 1971 waren:

Prinzessin Johanna I . (Johanna Reiter) und Prinz Johann I. (Hans Brugger jun.) gewonnen.

Ein Kinderprinzenpaar wurde ebenfalls bestellt:

Gabriele Schilling als Gabi I. und Jürgen Endres als Jürgen I.

Die Prinzengarde bestand aus neun jungen Damen. Präsident Schabert K., Hofmarschall Winter Hans und Hofnarr Mavrshofer Ulrich vervollständigten den Hofstaat. Am Faschingsdienstag 1971 bewegte sich wieder ein stattlicher Faschingszug um den sogenannten Stock. Ca. 700 Zuschauer bildeten das Publikum. Der Spielmannszug Dillingen spielte an der Spitze des Zuges flott auf. Eine stattliche Anzahl Wagen, örtliche Geschehnisse glossierend, trugen mit Prinzenpaar und Hofstaat sehr zur allgemeinen Gaudi bei. Den mitwirkenden Kindern wurden wieder beim Herrenwirt Würstchen und Getränke verabreicht. Den fröhlichen Tag beschloß wieder der Kehraus beim Herrenwirt mit feierlicher Rückgabe des goldenen Gemeindeschlüssels an Bürgermeister Schweyer und dem Prinzenbegräbnis. Prinzenpaar und Garde hatten diesmal im Dorf und auswärts 22 Veranstaltungen besucht.

1971 unterstützten 42 zahlende Mitglieder die „Hallo Wach“ mit einem Jahresbeitrag von 5 DM. Bei einer Vorstandschaftssitzung am 24.03.1972 beim Herrenwirt wurde die „Hallo Wach“ in einen eingetragenen Verein umgewandelt. Vereinsame und Statuten blieben ähnlich wie bei der Gründung der Gesellschaft. Erwachsene über 18 Jahre zahlen 8 DM Jahresbeitrag.

Bei der Generalversammlung am 1. Juli 1972 wurde folgende Vorstandschaft für die nächste

Periode gewählt:

I. Vorsitzender: Schabert Karl

II. Vorsitzender: Kuchler Helmut

Kassierer: Kimmel Adolf,

Schriftführer: Brugger Hans jun.,

dazu 5 Beisitzer und ein Vereinsdiener.

Für den Fasching 1973 waren Vroni I. (Vroni Mayr) und Erich I. (Erich Seher)

und 8 Gardistinnen samt einem Tanzmariechen gewonnen. Die Ämter des Präsidenten (Schnell Albert), des Hofmarschalls (Winter Johann) und des Hofnarren (Wolfgang Blender) lagen in den richtigen Händen. Ein gelungener Hofball mit Schlüsselübergabe durch Bürgermeister Martin und einigen Ordensverleihungen, in einem vollbesetzten Saal, war der Auftakt zum Fasching 1973. Die neu angeschafften Roben aller Mitglieder des Hofstaats machten den schönen Ball noch farbenprächtiger. Im Dorfe selbst und auswärts wurden wieder viele Bälle durch das Erscheinen des Altheimer Hofstaates verschönt, Am Faschingsdienstag fand wieder der Faschingsumzug statt. So führt diese Gemeinschaft bis heute ihre Veranstaltungen zur Freude der Donaualtheimer durch.

Kostüm Geschichte

Tanzmariechen